Bodennutzung

Bodenschätze

Hier ein paar Einsichten in die Flächennutzung der Gemeinde Angelroda.

Abgeleitet von alten, aber sehr guten Karten und eigenen Beobachtungen zeigen die 5 Karten in welcher Art der Boden auf dem Gemeindegebiet genutzt wurde. Es zeigt sich deutlich, wie in den letzten 160 Jahren die Ackerfläche immer weniger geworden ist. Die Feuchtwiesen entlang der „Gera“ und des „Wirrbachs“ blieben in ihrer Nutzung weitgehend unverändert. Überraschend auf den alten Karten ist die Einordnung der „Bornwiese“ und der Wiesenstücke unterm „Ochsenhügel“ als Trockenwiese. Spätere Karten korrigieren das. Die große Fläche der Hanglage unterhalb des „Maiholzes“ und des „Ziegenberges“ wurde früher als Hütefläche für Schafen und Ziegen genutzt. Heute ist die Steilfläche auch bewaldet. Dasselbe gilt auch für die Fläche zwischen dem „Heuloch“ und dem „Oberrand“ bzw. dem „Rain“.

 

Ca. ab dem Jahr 1830 wurde auf dem Boden des Rittergutes im großen Stil Wald abgeholzt um an Ackerland zu kommen. Dies geht auf eine Initiative des damaligen Gutspächters zurück. Auch Fluren, die vom Namen her eher mit Wald in Verbindung zu bringen sind, wurden als Ackerland genutzt. Im Kichwald befindet sich eine Ackerfläche und direkt am „Weißen Stein“ wurde auch Ackerbau betrieben. Man schaue sich auch die „Birke und den “Eichwald“ an.

 

Bis 1905 hat sich bei der Flächennutzung wenig geändert. Lediglich die Ackerfläche im „Kirchwald“ wurde aufgeforstet und das zusammenhängende Waldstück aus „Kirchwald“, „Kirchholz“ und dem „Schrammsholz“ wurde durch den Bau der Bahnstrecke durchschnitten.

 

Zwischen 1905 und 1935 gibt es grundlegende Änderungen. Die Waldflächen am „Gräfenrodaer Berg“, dem „“Maiholz“, dem „Ziegenberg“ sowie am „Rippersrodaer Berg“ werden aufgeforstet. Auch die Ackerflächen am „Eichwald“, in der „Birke“ und am „Weißen Stein“ werden zu Waldflächen. An anderen Stellen kommen auch kleiner Aufforstungen hinzu.

 

Mitte der 1970er Jahre sind nur kleine Veränderungen zur Nutzung in den 1930er Jahren zu erkennen. Ein paar kleine, kaum rentable und schwer zu bearbeitende Ackerflächen werden zu Wiesen. Beispiel sind hier die Wiesen am “Weinberg“ und die „Schäferslehne“ unweit der „Grube“.

 

Im Jahr 2016 zeig sich vor allem, dass viele Ackerflächen nicht mehr als solche genutzt werden. Zum Teil sind Brachen entstanden oder die ehemaligen Ackerflächen werde zur Grün- und Trockenfuttergewinnung genutzt. Siehe hier die Flächen unter der Flur „An der Fichte“, die Fläche rechts des alten Liebensteiner Weges“, der im Übrigen nicht mehr gangbar ist, und die komplette Fläche der Flur “Über der Kirche“ Ebenfalls Weidefläche und zur Futtergewinnung wird mittlerweile die ganze Fläche „Am Kirchberg“ genutzt. Die gestreift gezeichnete Fläche über der „Molle“, ehemals auch Acker, wurde als Ausgleichsfläche für dem Autobahnbau bepflanzt. Das soll mal Wald werden, könnte aber noch etwas dauern!